Pulled Pork im Netz

In diesem Jahr habe ich ja nun durch die Fußball Veranstaltungen schon ca 200 kilo Pulled Pork gemacht. In meinem UDS funktioniert das eigentlich recht stabil innerhalb von 8 – 12 Stunden. Irgendwo in den Foren kam dann nach dem Bericht auf Vox über einen BBQ Wettbewerb in USA auf das dort wohl das Pulled Pork erst aufgeschnitten , gewürzt,eingerollt und genetzt wird. Hört sich für mich interessant an, das würde ich dann doch mal testen.

Es wurde dann noch zu Bedenken gegeben das wohl der ganze „Bark“ (die schwarze Kruste an der Außenseite) ja durch das Netz entfernt wird, ich persönlich würde das schade finden, aber erst mal schauen ob es denn überhaupt klappt.

Wie in den Malen zuvor verwende ich für das Pulled Pork Schweinenacken, nur diesmal wird dieser zuerst aufgeschnitten und mit Senf eingerieben (das mache ich normal nicht mehr) und dann mit meinem Pulled Pork Rub bestreut .

Wie immer habe ich das auch erst kurz vor dem Auflegen gemacht, das Netz über zu ziehen war schon nicht ganz so einfach, hat dann mit 2 Leuten auch schon fast gut geklappt 🙂 Man kann dafür locker 20 Minuten einrechnen, gibt es eigentlich etwas wie ein Netzgerät bei Weihnachtsbäumen für Fleisch ??

Dann mal den UDS anwerfen und bei 120 Grad einstellen. Nachdem die Temperatur sich eingependelt hat wird ordentlich Weber Firespice Whisky aufgelegt, eine Schale mit 6 Litern heißem Wasser eingestellt und das Pulled Pork im Netz aufgelegt, dazu noch ein Schweinenacken mit 3 Kilo der nicht aufgeschnitten wurde, aber außen die gleiche Behandlung bekam wie der Eingenetzte.

Nach 8 Stunden war bei dem genetzten Pulled Pork eine Kerntemperatur von 91 Grad erreicht, leider war das um 05:00 Uhr am Samstag morgen und ich habe den Pieper abgestellt, als ich um 7 wieder wach wurde hatte der Nacken dann 96 Grad, jetzt aber fix in Folie und im Backofen (ausgeschaltet) ruhen lassen. Der zweite Nacken hat 12 Stunden gebraucht um die 91 Grad Kerntemperatur zu erreichen. Dieser wird auch im Backofen geparkt, auch in Folie eingeschlagen. Dort konnten sich die beiden noch 2 Stunden entspannen. Dann gings ans Pullen. Das genetzte Pulled Pork habe ich zuerst durchgeschnitten um den Effekt des Rauchrings zu testen,dann das Netz entfernt und gepulled.

Da das Fleisch jetzt schon ziemlich abgekühlt war ist der Saft im Fleisch schön gebunden, die Stücke sind erstaunlich saftig und würzig durch die Würzung innen. Jetzt kommt das zweite Stück mit an die Reihe.

Da ich das Pulled Pork erst am Montag benötige lasse ich es noch etwas abkühlen und ziehe es dann ins Vakuum.

Montags werden die beiden Tüten in einem Einkocher bei 60 Grad im Wasserbad erwärmt. Dann in einem Chafing warm gehalten.

Fazit : Ich finde das hat schon was gebracht mit der Würzung von innen, es ist aber für eine größere Menge an Pulled Pork weder praktikabel noch ist es den Aufwand wert. Wer mal ein Pulled Pork ohne Soße und Krautsalat essen möchte sollte sich die Arbeit machen, aber wenn die Soße drauf ist und der Coleslaw auch ordentlich gemacht ist, merkt man den Unterschied nicht. Der Bark wird überigens beim abziehen des Netzes nicht vom Fleisch getrennt, es geht also nichts verloren. Bei größeren Mengen Pulled Pork wird weiterhin einfach gerubbed, das reicht. Ich werde noch mit dem gerollten Pulled Pork weiter experimentieren, aber nicht in größeren Mengen.

 

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